Softwarestruktur – Core und Schnittstellen zur Kommunikation
Hohe Performance dank starkem Kern: Der Core stellt die zentrale Komponente für Berechnung und Kommunikation in fe.screen-sim dar. Das Modul läuft im Hintergrund, sorgt für eine reibungslose Simulation und ermöglicht durch die hohe Performance die Realisierung von großen, komplexen Projekten. Er bildet die technische Grundlage der Physik- und Prozessberechnung sowie die Kommunikation mit Steuerungen, Roboterschnittstellen und weiteren angebundenen Subsystemen. Darüber können sich mehrere Clients gleichzeitig mit dem Core verbinden und parallel uneingeschränkt arbeiten.
Der Core hat die Besonderheit, dass er auch an einem anderen PC betrieben werden kann. Je mehr Leistung der Prozessor der PCs hat, umso besser. Durch Multithread-Implementierung werden alle neuen und kommenden Mehrprozessor-CPUs von AMD und Intel unterstützt. Bei Bedarf können besonders große Simulationsanlagen auch auf mehrere Cores verteit werden.
Im Core-Runtime-Modul stehen alle relevanten Daten und Funktionen des Projekts zur Verfügung. Es handelt sich dabei um eine funktional abgesteckte Version des Core, die sich besonders für Präsentationen – etwa von Konzepten oder Studien – eignet. Für jegliche Bearbeitung von Projektkomponenten wie z. B. Objekte und deren Position wird der vollständige fe.screen-sim Core benötigt. Gleiches gilt für SPS-Tests, bei denen projektseitige Anpassungen notwendig sind.
Kommunikationsschnittstellen
Da für viele Kunden flexible Anbindungsmöglichkeiten von großer Bedeutung sind, bietet fe.screen-sim mittlerweile mehr als 30 Schnittstellen zur Kommunikation mit unterschiedlichsten Systemen an.
PLC
In fe.screen-sim können beliebig viele speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) angebunden werden. Für die Kommunikation erfolgt eine Anbindung über native Treiber. Zudem kann auch eine direkte Anbindung an eine reale Steuerung erfolgen.
Unterstützte SPS-Systeme:
- Siemens (reale Steuerung) & PLCSIM Advanced:
Bietet eine Schnittstelle zur Verbindung mit realen Siemens-Steuerungen sowie mit PLCSIM Advanced. - Siemens SINUMERIK ONE:
Kommunikationsschnittstelle für die Verbindung mit Siemens SINUMERIK ONE Create MyVirtual Machine. - Rockwell Treiber (reale Steuerungen):
Stellt eine Kommunikationsschnittstelle zur Verbindung mit realen Rockwell-Steuerungen bereit. - Rockwell Logix Echo:
Ermöglicht die Kommunikation mit Logix Echo, einer virtuellen Umgebung für Rockwell-Steuerungen. Ideal für simulationsbasierte Tests ohne physische Hardware. - Beckhoff:
Stellt eine Kommunikationsschnittstelle zur Verbindung mit Beckhoff TwinCAT bereit. Unterstützt sowohl reale als auch virtuelle Steuerungen. - Bosch Rexroth ctrlX:
Bietet eine Schnittstelle zur Verbindung mit Bosch ctrlX-Steuerungen. - B&R:
Bietet eine Schnittstelle zur Kommunikation mit B&R-Steuerungen. - CODESYS Simulation Interface (Add-on, Preview):
Bietet eine besonders schnelle Anbindungsmöglichkeit für CODESYS-basierte Steuerungen. - Fanuc:
Ermöglicht die Anbindung von Fanuc CNC-Steuerungen. Ideal zur Simulation von Fertigungsprozessen in Kombination mit Fanuc-Steuerungen. - Mitsubishi:
Stellt eine Verbindung zu Mitsubishi-Steuerungen her. - OMRON:
Verbindung der Simulation mit einem Sysmac-Controller (Hardware oder Simulation) über das OMRON Sysmac Gateway Network Interface und den OMRON Sysmac Gateway Connector – inklusive Lesen und Schreiben der konfigurierten Variablen.
Robotic
Über die Robotic-Schnittstelle lassen sich Roboter einfach und schnell in eine Simulation einbinden. Der Nutzer erhält die Möglichkeit zur Verifizierung des Roboter-Offline-Programms im Komplettverbund der Anlage. Da beim Einsatz von Robotern keine Materialwege definiert werden müssen, bleibt der Zeitaufwand für die Simulation minimal. Alle Bewegungen des Roboters werden präzise und realitätsgetreu durch das physikalische System in fe.screen-sim ausgeführt. Kollisionsprüfungen sind jederzeit möglich, sodass Sicherheitsbereiche verifiziert werden können.
Treiber-Schnittstellen zu Robotern:
- ABB (ABB RobotStudio):
Stellt eine Verbindung zur ABB RobotStudio-Suite her und erlaubt den Datenaustausch. - DENSO:
Mit der DENSO-Roboterschnittstelle koppeln Sie fe.screen-sim an WINCAPS III und verbinden die simulierten DENSO-Roboter in fe.screen-sim mit der virtuellen Anlage. - Epson:
Stellt eine Kommunikationsschnittstelle zu Epson-Robotern über die RC+ Software bereit und ermöglicht den Austausch relevanter Steuerungsdaten für eine realitätsnahe Simulation. - ESTUN:
Ermöglicht die Anbindung an ESTUN-Roboter und unterstützt damit den bidirektionalen Datenaustausch für die Robotersteuerung in der Simulation. - FANUC (FANUC ROBOGUIDE):
Bindet FANUC ROBOGUIDE über eine integrierte Kommunikationsschnittstelle ein. - isel:
Unterstützt die Anbindung an die isel-Robotersimulation und ermöglicht den Datenaustausch mit dem simulierten Roboter von isel Robotics. - Kawasaki:
Netzwerk-Kopplung mehrerer Kawasaki-Robotersteuerungen an fe.screen-sim über den Kawasaki Robot Connector. Austausch der konfigurierten Roboter-Variablen. - KUKA (iiQWorks):
Kopplung von fe.screen-sim an KUKA iiQWorks – sowohl lokal als auch über Netzwerk – bei direkter Übernahme der Konfigurationen und gleichzeitiger Simulation mehrerer Roboter. - KUKA (KUKA.OfficeLite):
Ermöglicht die Kommunikation mit KUKA.OfficeLite über eine dedizierte Schnittstelle. - Mitsubishi (RT ToolBox3):
Ermöglicht die Verbindung mit Mitsubishi RT ToolBox3 für den Datenaustausch. - NACHI:
Bindet NACHI-Roboter über die Programmiersoftware FD on Desk III an und erlaubt den direkten Datenaustausch zur präzisen Abbildung der Roboterfunktionen in der Simulation. - RoboDK:
Bietet eine Schnittstelle zur Integration von RoboDK in die Simulationsumgebung. - Stäubli (Robotics Suite):
Kommunikationsschnittstelle für die Verbindung mit Stäubli Robotics Suite. - Universal Robots (UR Sim):
Unterstützt die Anbindung an UR Sim von Universal Robots zur Simulation und Steuerung. - Yaskawa (MotoSim):
Kommuniziert direkt mit Yaskawa MotoSim EG-VRC über eine spezialisierte Schnittstelle.
Database + Universal interfaces
- acontis EC-Simulator (Plugin):
Ermöglicht die Simulation von EtherCAT-Teilnehmern direkt auf demselben PC wie fe.screen-sim – eingebunden über den EC-Engineer. Die SPS-Kopplung erfolgt wie gewohnt: Virtuelle Geräte verhalten sich dabei wie reale Hardware. - Modbus:
Über diese Schnittstelle kann ein Modbus-Master erstellt und zu einem Modbus-Slave verbunden werden. - MQTT (Client):
Über diese Schnittstelle kann ein MQTT-Client erstellt und mit einem MQTT-Broker verbunden werden. - OPC UA (Client):
Über diese Schnittstelle kann ein OPC UA-Client erstellt und mit einem OPC UA-Server verbunden werden, um dessen Knoten zu durchsuchen und daraus automatisch Variablen in fe.screen-sim zu erzeugen. - RFC 1006:
Mit dem Modul lassen sich RFC 1006 (ISO-on-TCP) Server- und Client-Verbindungen herstellen, die für den Datenaustausch mit anderen RFC 1006-Endpunkten konfiguriert werden können. - Shared Memory Interface:
Schnelle lokale Kopplung über benannten Shared Memory auf demselben PC. fe.screen-sim erstellt den Speicherbereich oder verbindet sich mit einem bestehenden Bereich und tauscht Variablen per Speicherabbild aus. - SQL-Anbindung (Microsoft):
Das Modul stellt eine Verbindung mit dem Microsoft-SQL-Server her und bietet umfassenden Datenbankzugriff für Simulation und virtuelle Inbetriebnahme. SQL-Abfragen und Datenmanipulation können dabei direkt aus der fe.screen-sim-Umgebung heraus durchgeführt werden. - SQL-Anbindung (MySQL):
Verbindung zu MySQL-Datenbanken. fe.screen-sim führt SQL-Befehle aus und kann Daten aus der Datenbank in die Simulation einbinden bzw. zurückschreiben. SQL-Anbindung (Oracle):
Dieses Modul bietet eine Schnittstelle zur Oracle Database, um Daten aus Oracle-Datenbanken in die Simulation einzubinden. Es erlaubt die Kommunikation mit Oracle-Systemen zur Datenabfrage und -verarbeitung.
Der Aufbau der virtuellen Inbetriebnahme Software auf einen Blick
Alle Informationen zum Aufbau der Virtuellen Inbetriebnahme Software sowie zu den optionalen Erweiterungsmöglichkeiten finden Sie hier im Überblick.

Ihr persönlicher Ansprechpartner – Damit Sie mehr Klarheit haben
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