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FAQ

fe.screen-sim

Häufig gestellte Fragen

Den Begriff der virtuellen Inbetriebnahme gibt es noch nicht sehr lange. Es handelt sich um eines der neuesten ingenieurwissenschaftlichen Betätigungsfelder innerhalb der Industrie, was naturgemäß dazu führt, dass es viele Fragen zum Themenkomplex gibt. Hier liefern wir Antworten.

Was ist virtuelle Inbetriebnahme?    Was sind digitale Zwillinge?

Fragen zum digitalen Zwilling

Wann sollte ein digitaler Zwilling zum Einsatz kommen?

Ein Digital Twin sollte möglichst früh in der Engineering Phase eingesetzt werden. Im Idealfall wird das Simulationsmodell bereits in der Planungsphase eingesetzt, etwa um Abläufe hinsichtlich der Machbarkeit zu überprüfen. Im Laufe des Prozesses wird das Modell dann mit immer mehr Daten angereichert. Dieses Schaubild verdeutlicht den Zeitraum.

Digitaler Zwilling Diagramm: Zeitstrahl der Projektphasen mit und ohne dem Einsatz einer Simulation

Wie hilft mir ein Digital Twin bei einer Ausschreibung?

Bei immer mehr Ausschreibungen wird die Erstellung eines digitalen Zwillings gefordert. Unternehmen, die sich auf den Auftrag bewerben, brauchen eine passende Lösung. Wenn kein Tool oder ein spezifischer Anbieter vorgegeben ist, stehen die Verantwortlichen vor der Aufgabe, eine passende Digital Twin Software auszusuchen. Gerne sprechen wir mit Ihnen persönlich über Ihre Anforderungen und Ihren zeitlichen Rahmen.

Wie schnell kann ein digitaler Zwilling erstellt werden?

Der zeitliche Rahmen hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem von der Komplexität und der Detailgenauigkeit des Simulationsmodells und der Produkte. Auch die fachlichen Kompetenzen und zeitlichen Ressourcen Ihres Personals spielen eine wichtige Rolle. Nach einem persönlichen Gespräch geben wir Ihnen gerne eine erste Kosteneinschätzung.

Hilft mir ein Digital Twin bei der Digitalisierung bzw. Industrie 4.0?

Im Kontext von Industrie 4.0 ist ein Digital Twin ein zentrales Werkzeug. Der Einsatz von Simulationswerkzeugen bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Neben der deutlich schnelleren Inbetriebnahme wird die Transparenz der technischen Eigenschaften deutlich gesteigert und Produktentwicklungszeiten verkürzt. Unternehmen, die Digitale Zwillinge einsetzen, gewinnen zusätzliche Aufträge, wie eine Studie des VDMA erwiesen hat.


Allgemeine Fragen / Technische Fragen

Wie sieht das Lizenzmodell von fe.screen-sim aus?

Das Lizenzkonzept von fe.screen-sim ist modular über Floating Lizenzen aufgebaut.

Anhand der Grafik erhalten Sie einen Überblick über die Struktur der Software. 

Details zur Lizensierung

  • Das Herzstück von fe.screen-sim bildet der „CORE“, in dem jeweils ein Projekt geladen werden kann. Es können sich mehrere CLIENTS zum „CORE“ verbinden und gleichzeitig an einem Projekt arbeiten.
  • Am „CORE" werden auch Kommunikationsschnittstellen lizenziert. Dies können zum Beispiel Schnittstellen zu speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS), zu Roboter-Tools oder Subsystemen sein.
  • Die benötigten Funktionsmodule werden direkt an den einzelnen CLIENTS lizenziert und können flexibel über einen Lizenzserver an verschiedenen Rechnern eingesetzt werden.
  • Bei Bedarf ist der zusätzliche Erwerb von Schnittstellen zur individuellen Softwareerweiterung und separaten Applikationen möglich.

Beispiel zur Lizensierung

Insgesamt arbeiten drei Mitarbeitende gleichzeitig an zwei unterschiedlichen Projekten. In einem der Projekte wird eine Siemens-SPS eingesetzt, während im anderen Projekt eine Steuerung von Allen Bradley Verwendung findet. Alle drei Mitarbeitenden schreiben entsprechende Funktionslogiken (z. B. in FUP oder C#) und erstellen Bedienelemente. In einem Projekt wird zudem eine Anbindung an einen KUKA-Roboter umgesetzt. An jedem der drei Arbeitsplätze sollen CAD-Daten importiert werden – jedoch nicht gleichzeitig.

Hierzu werden folgende Module benötigt:

  • 2 x „CORE" (weil zwei Projekte gleichzeitig bearbeitet werden)
  • 1 x PLC-Kommunikationsschnittstelle Siemens
  • 1 x PLC-Kommunikationsschnittstelle Allen Bradley
  • 3 x CLIENT (drei Mitarbeitende greifen auf die zwei „CORES" zu)
  • 3 x Modul Logic Creator (drei Mitarbeitende bearbeiten gleichzeitig Funktionslogiken)
  • 3 x Modul Interaction (drei Mitarbeitende verwenden gleichzeitig Bedienelemente etc.)
  • 1 x Kommunikationsschnittstelle Kuka
  • 1 x Modul CAD-Importer (nach einem CAD-Import kann das Modul auf den Lizenzserver zurückgespielt werden).

Welche Datenformate können in fe.screen-sim importiert werden?

Folgende Daten- und Dateiformate können importiert werden:

  • CAD-Import: SolidWorks, Step, JT, OBJ, FBX u. v. m.
  • SQL, XML und Excel.

Welche Fremdsysteme können angebunden werden?

fe.screen-sim verfügt über Schnittstellen zu nahezu allen am Markt gängigen Systemen und Datenquellen.

  • Steuerungen: Siemens S7 (Baureihen: 200, 300, 400, 1200, 1500) und kompatible Steuerungen (z. B. VIPA), Allen Bradley, Rockwell, Beckhoff (TwinCAT 3), Fanuc, WAGO, PLC-SIM Advanced, Simulation Unit.
  • Robotik: KUKA, ABB, Fanuc (weitere auf Anfrage).
  • Subsysteme: U. a. MATLAB®/Simulink®, WinMOD®, etc.

Was sind die Systemvoraussetzungen für fe.screen-sim?

Die ideale Systemkonfiguration für die Verwendung von fe.screen-sim sieht folgendermaßen aus:

  • CPU: Intel I7-, 7700 oder AMD 2700X
  • Grafikkarte: Geforce RTX 2080
  • RAM: 16 GB

Selbstverständlich kann die Software auch in Verbindung mit anderen – eventuell bereits vorhandenen – Hardware-Komponenten eingesetzt werden. Wir beraten Sie dazu gerne.

Welche Einstellungen müssen gemacht werden, um mit einer Siemens SPS und TIA interagieren zu können?

1) Zugang zu den DBs

Für den Zugriff auf die 1500er und 1200er DBs muss der optimierte Bausteinzugriff deaktiviert werden.

2) Sicherheit

In den Kommunikationseinstellungen der 1500 SPS muss der Zugriff über PUT/GET erlaubt werden.


Fragen zur virtuellen Inbetriebnahme

Welche Einsatzbereiche und -szenarien gibt es?

Die Verwendung von fe.screen-sim ist komplett branchenunabhängig möglich. Aktuell kommt die Software bereits sehr erfolgreich im Anlagen- und Maschinenbau, in der Logistik, Fördertechnik sowie im Automatisierungs- und Robotiksektor zum Einsatz.

Typische Einsatzszenarien sind:

  • Virtuelle Inbetriebnahme
  • Prozessoptimierung
  • Kollisionsprüfungen
  • Funktionsprüfungen
  • Schulungsszenarien
  • Machbarkeitsanalysen
  • HMI-Bedienkonzept- Prüfungen
  • Ergonomie-Betrachtungen

In welchen Unternehmensbereichen kann die Simulation eingesetzt werden?

Flexibilität ist ein Stichwort, das bei der Entwicklung von fe.screen-sim seit jeher eine große Rolle spielt. Durch einen bereichsübergreifenden Einsatz der 3D-Simulationssoftware im Unternehmen können Synergieeffekte optimal genutzt und Potenziale bestmöglich ausgeschöpft werden.

Die Erstellung von Simulationsmodellen kann zum einen direkt in fe.screen-sim ohne Nutzung einer bestehenden Datenbasis erfolgen. Zum anderen ist der Import von Daten aus CAD-Programmen möglich, wobei viele Dateiformate (z. B. FBX, OBJ, WRL, JT usw.) unterstützt werden.

Zudem können speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) verschiedenster Hersteller (z. B. Allen Bradley, Rockwell, Schneider Electric, Siemens) in fe.screen-sim eingebunden werden.

Selbstverständlich ist auch die Simulation von Robotern diverser Hersteller – darunter ABB, Fanuc sowie KUKA – möglich. Eine SQL-Datenbankschnittstelle sorgt für eine reibungslose Einbindung von fe.screen-sim in den Workflow.

Was bringt Virtual und Augmented Reality bei der Anlagensimulation?

Die Integration einer Schnittstelle für verschiedene VR- und AR-Brillen ermöglicht dem User das Eintauchen in die Simulation. Dadurch lassen sich Größen und Abstände besser einschätzen. Neue, beeindruckende Darstellungsmöglichkeiten eröffnen sich. Nehmen Sie an einem unserer nächsten Webinare teil! Dort erfahren Sie mehr dazu.

Zu den Webinar-Terminen

Wer erstellt ein solches Modell in unserem Unternehmen?

Das Gebiet der virtuellen Inbetriebnahme ist neu in der Ingenieurswissenschaft. Daher gibt es in vielen Unternehmen kein geschultes Fachpersonal mit einer spezifischen Verantwortung für dieses Gebiet. Der verantwortliche Mitarbeiter sollte im Idealfall ein „virtueller Mechaniker“ sein, der versteht, wie die Anlage funktionier und gleichzeitig ein Grundverständnis von SPS hat.

Wie schnell lässt sich ein Modell entwickeln?

Das kommt auf den Idealisierungsgrad und die Komplexität der Anlage oder Maschine an. Eine verkettete Anlage schnell auf die Machbarkeit überprüfen funktioniert in wenigen Minuten. In eine detailgetreue Darstellung müssen mehrere Tage investiert werden. Das ist auch davon abhängig, welche Datenbasis Sie uns zur Verfügung stellen können. Dies lässt sich am besten in einem persönlichen Gespräch klären.

Ihr persönlicher Ansprechpartner – Damit Sie mehr Klarheit haben

Sie sind Projekt- oder Abteilungsleiter und stehen vor der Frage, wie Sie einen digitalen Zwilling für Ihr Vorhaben aufsetzen? Gerne sprechen wir mit Ihnen persönlich über Ihre Anforderungen, den zeitlichen Rahmen sowie das mögliche Projektvorgehen und geben Ihnen eine erste Kosteneinschätzung.

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